Literatur - Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

Das Fach Literatur am Gymnasium Bayreuther Straße

Schüler im Literaturunterricht

Der hausinterne Lehrplan folgt den Richtlinien für das Fach Literatur und setzt sie für die Bereiche „Kreatives Schreiben“ und “Theater“ um.

Ein Kurs im Bereich „Medien“ wird in der Regel nicht angeboten, da die personellen und technischen Voraussetzungen dafür fehlen.

m Folgenden finden Sie exemplarische Überblicke über mögliche Kursverläufe in den Bereichen „Theater“ und „Kreatives Schreiben“. Wie in den Richtlinien vorgesehen, sind die Kurse als Werkstätten angelegt.

1. Jahresüberblick „Theaterwerkstatt“(vgl. Lehrplan S. 44 ff)


Einführungsphase: Herstellung von Spielfähigkeit mit integrierter Themenfindung Sammeln und Bereitstellen von Inszenierungsmaterial (Textvorlagen herstellen, Streichungen, Spielgegenstände ausprobieren) Inszenierung: Präsentationsphase:

2. Beispiel für einen Kursverlauf in der Werkstatt Schreiben über zwei Halbjahre (vgl. Lehrplan S.39ff)


Thema : Zum Beispiel „Autobiographisches Schreiben“

I. Schreibspiele zum Kennenlernen und zum Abbau von Schreibhemmungen z.B. Anagramme mit anschließender fiktiver Biographie, Vokalvereinzelung, Klopftexte, bestellte Texte u.a.
II. Themenfindung durch Impulse wie Riechtexte, Bildtexte, Fühltexte, Geräuschtexte (im Weiteren wird jetzt unterstellt, das Interesse an autobiographischen Texten kristallisiert sich heraus)
III. Themenentwicklung durch den Einsatz von Ideensternen in GA, wobei die Gruppen ihre Sternmittelpunkte selbst festlegen (z.B. „Ich“, „Schulzeit, „Erste Liebe“, „Mama“ etc.). Dabei entstehen erste themenorientierte Texte, für die bereits einfache Lektorierungsverfahren eingeübt werden („Zurückschreiben“, Über - den - Rand - hinaus - schreiben“, etc.). Die Diskussion über eine mögliche Präsentationsform am Ende des Kurses kann zu weiteren Gesichtspunkten hinsichtlich der Überarbeitung führen.
IV. Kreativierungsverfahren zur systematischen Förderung der Gestaltungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler. (Stilübungen,Verdichtungen, Sprachmusterverschiebungen, Analogtexte zu literarischen Vorlagen, Arbeitsaufträge zur Durchbrechung von Kreativitätsbarrieren durch Verfahren der Inspiration, Systematik, Übertragung, Vertiefung, Vereinfachung, Irritation (vgl. RL S. 26 und unterregionalisierte Fortbildungsveranstaltungen in Kürze dazu.). Die alten Ideensterne können immer wieder Ausgangspunkt neuer Texte sein.
V. Entscheidung für die Präsentationsform im Plenum

Halbjahr
Variante A: Literaturmagazin:

VI. Entwicklung eines systematischen Schreibansatzes für das Endprodukt (z. B. eine Gruppe entwickelt systematisch Texte zum Thema „Erste Liebe“ und entscheidet sich eine Geschichte in verschiedenen Textarten oder aus verschiedenen Perspektiven oder nach dem Vorbild „Lola rennt“ oder mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten durchzuspielen und stimmt sich dabei ab, so dass das Kapitel des Magazins später eine runde Sache ist. Ein anderer will vielleicht alleine eine Rahmengeschichte für alles schreiben, oder eine, die sich durch das Magazin durchzieht wie eine roter Faden. Das setzt voraus, dass er in etwa weiss, was die anderen schreiben wollen und erfordert vielleicht schon eine Grobgliederung des Magazins.
VII. Optimierungsverfahren , d.h. Einführung verfeinerter Lektorierungsverfahren, wie den Einsatz von Spezialistenteams, die die Texte unter ganz bestimmten Gesichtspunkten unter die Lupe nehmen. Erste Wirkungsanalysen durch Teilveröffentlichungen.
VIII. Erarbeitung der Präsentation, Fertigstellung aller Texte, Layout , Veröffentlichung etc., Planung der Wirkungsanalyse Variante B: Literarisches Cafe
erfordert entsprechende Schritte. Hier wird z.B. auf Kürze und Vortragseignung bei der Erarbeitung eines systematischen Schreibansatzes zu achten sein. Szenische Texte werden vielleicht interessant oder experimentelle Formen, die den Einsatz von Musik und Bild zulassen.


Kursbuch Darstellendes Spiel, Klett Verlag

Zur Unterstützung eines kompetenzorientierten Literaturunterrichts erhalten die Schülerinnen und Schüler das genannte Lehrbuch in Ausleihe.

Es vermittelt theaterwissenschaftliches Fachwissen und theaterästhetische Gestaltungs- und Rezeptionskompetenzen


3. Beurteilungsmatrix für die Arbeit im Literaturkurs


1. Endprodukt:

a) Ist das Endprodukt eine in sich abgeschlossene, stimmige, adressatenbezogene Darbietung?
b) Ist eine Intention klar erkennbar und stimmt sie mit der tatsächlichen Wirkung auf das Publikum überein (Wirkungsanalyse)?
c) Ist das Endprodukt das Ergebnis einer gründlichen Auseinandersetzung mit inhaltlichen und gestalterischen Aspekten?
(vgl. auch Entstehungsdokumentation in den Arbeitsmappen der Gruppenmitglieder) d) Ist es das Ergebnis weitgehend selbstständiger Arbeit?
e) Stimmt das Verhältnis zwischen dem Zeitraum (3/4 des Kurses), der zur Erarbeitung zur Verfügung stand, und dem Ergebnis?
f) Lässt das Produkt einen Zuwachs an gestalterischen Kompetenzen und ästhetischen Maßstäben erkennen (oder hätte man so etwas auch am Anfang des Kurses herstellen können)?
g) Ist das Produkt zumindest für die Schüler originell, d.h. kopiert es nicht nur verbreitete Darbietungsformen und Inhalte (Klischees)? (Setzt es sich zumindest satirisch/kritisch damit auseinander?)



2. Sonstige Mitarbeit in der Gruppe, im Plenum, in Einzelarbeit:

a) Wurde engagiert, ausdauernd, geduldig und kontinuierlich am Produkt gearbeitet?
b) Wurden Impulse aus dem Unterricht reflektiert, aufgegriffen und ggfs. in den Arbeitsprozess integriert?
c) Wurde konstruktive Kritik nachgefragt (im Kurs, in der Gruppe), aufgegriffen bzw. selber geleistet?
d) Wurden notwendige Hilfsmittel und Informationen recherchiert, organisiert und nutzbar gemacht?
e) Wurde die GA selbstständig geplant, koordiniert, moderiert?
f) Wurden ggfs. technische und handwerkliche Fähigkeiten erworben, die zur Umsetzung der Idee notwendig waren?
g) Wurden bereits vorhandene, außerschulisch erworbene Fähigkeiten in den Prozess eingebracht?
h) War die Arbeitshaltung von Experimentierfreudigkeit und Innovationsbereitschaft gekennzeichnet?
i) Gab es Bemühungen um die Entwicklung neuer, bislang unbekannter und ungewohnter ästhetischer Kriterien?
j) Wurde die Arbeit durch Hausaufgaben, Protokolle, schriftliche Reflexionen unterstützt?
k) War Teamfähigkeit und soziale sowie kommunikative Kompetenz gerade auch beim Umgang mit Konflikten, Rückschlägen und Problemen erkennbar?
l) Wurde selbständig und verantwortlich nach Lösungen für entstandene Probleme gesucht?

Ermittlung der Endnote



Beurteilung der Einzelarbeit bzw. die Leistungen der Gruppen- und Werkstattmitglieder nach diesen Kriterien, Zuordnung der Notenstufen von 0-15 Punkten, Gewichtung je nach Schwerpunkten und Umständen der Arbeit, Bildung eines Gesamturteils.

Den Schülerinnen und Schülern ist in regelmäßigen Abständen (2-4 Wochen), immer aber nach Abschluss einer Teilleistung für das Gesamtprodukt Rückmeldung über ihren Leistungsstand zu geben.