Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

Romfahrt 2018

Vom 30.10.2018

,,Eine Welt zwar bist du, o Rom, doch ohne die Liebe wäre die Welt nicht die Welt, wäre Rom denn auch nicht Rom“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Am Freitag, dem zwölften Oktober, startete unsere Fahrt der Lateinkurse am Flughafen Köln/Bonn zu einer recht angenehmen Zeit, um halb neun. Voller Vorfreude auf ,,La Dolce Vita“ und sommerliche Temperaturen, warteten wir darauf, endlich in das Flugzeug steigen zu können, was für uns den Startschuss unserer Reise symbolisieren sollte. Doch erst folgte ein Schreckmoment: Ein Junge aus unserer Gruppe konnte seine Boarding-Card nicht mehr finden, was ihm den Einstieg ins Flugzeug nicht möglich gemacht hätte. Also musste er sich schnellstmöglich durch den Sicherheitscheck zurück zum Check-In begeben, um sich ein neues Ticket drucken zu lassen, was letztendlich auch noch rechtzeitig geklappt hat. Dann konnte es also endlich losgehen…



Nach einem ruhigen Flug von einer Stunde und 45 Min. Dauer, landeten wir schließlich um halb eins in Rom. Die Sonne lachte bei angenehmen 24 Grad. Mit einem Transfer-Bus wurden wir zu unserem Hotel gebracht. Auf der Fahrt kamen wir sogleich mit dem italienischen Fahrstil in Berührung, der sich nicht sonderlich an den gängigen Verkehrsregeln orientiert.

Im Hotel angekommen, bezogen wir unsere Zimmer, bevor es dann mit dem ersten Sightseeing-Programm losging. Mit der U-Bahn fuhren wir zum Piazza del Popolo, von dem die drei Hauptstraßen Roms ausgehen. Den Platz betraten wir durch das Nordtor, wodurch uns ein Blick auf den in der Mitte des Platzes stehenden Obelisken und auf zwei symmetrisch zueinander angelegten Kirchen geboten wurde. Von einer Aussichtsplattform konnten wir einen Blick über den ganzen Platz genießen.

Durch den Pinchio Park gingen wir anschließend vorbei an der Kirche Santissima Trinita die Monti bis hin zur Spanischen Treppe, auf deren Vorplatz sich Menschenmassen drängten. Dann hatten wir die Gelegenheit, durch die Via Condotti, die teuerste Einkaufsstraße Roms, zu schlendern.



Nach dem üppigen italienischen Abendessen, bestehend aus drei Gängen, zogen wir noch einmal los. Vorbei an den Diokletians-Thermen zum Quirinalspalast, dem Dienstsitz des italienischen Präsidenten. Dann führte uns der Weg zum hell beleuchteten Trevi-Brunnen, der eine große Menge Touristen anlockte. Natürlich wollte jeder von uns, wie es sich gehört, kopfüber eine Münze in den Brunnen werfen und sich etwas wünschen.

Geschafft von unserem ersten Tag in Rom, begaben wir uns im Hotel in unsere Betten.

Am Samstag besuchten wir nach einem ausgiebigen Frühstück das Wahrzeichen Roms, das Kolosseum. Doch bevor wir dieses besichtigten, schauten wir uns erst den Konstantins-Bogen an und zogen weiter auf den Palatin, welcher einer der sieben Hügel Roms ist. Von diesem hatte man einen grandiosen Blick auf den Circus Maximus, dessen Tribünen man noch erahnen kann. Man konnte sich richtig vorstellen, wie dort früher echte Wagenrennen stattgefunden haben. Auf einer Aussichtsplattform freundeten wir uns dann mit einer Möwe an, die wir fütterten und Kasimir nannten.

Weiter ging es auf das Forum Romanum, auf dem wir zwar nur noch Ruinen von Tempeln und Häusern sehen konnten, aber trotzdem war es sehr interessant, sich auszumalen, wie es dort früher aussah. Den gänzlich erhaltenen Titus-Bogen konnten wir dort auch bestaunen, sowie einen Punkt, den die Römer für sich als ,,Nabel der Welt“ ausmachten.

Mittags traten wir schließlich unseren Besuch im Kolosseum an und waren schwer beeindruckt, zu welchen Bauten die Römer fähig waren. Auch hier war es wieder irre, sich die Gladiatorenkämpfe vorzustellen.

Danach stolzierten wir über das Kapitol bis hin zum Victor Emmanuel Denkmal, welches von den Römern liebevoll aufgrund seiner Form ,,Schreibmaschine“ genannt wird.

Nach dem Abendessen streiften wir durch die Straßen und konnten Rom bei Nacht erleben.

Am Sonntag machten wir uns auf den Weg zu der Kirche Sankt Paul vor den Mauern, vor der uns eine lange Schlange und ein Sicherheitscheck erwartete. Schon von außen bewunderten wir die Schönheit der Kirche, innen kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus… An den Wänden ist ein Band abgebildet, welches alle Päpste bis jetzt zeigt. Die Leute dachten eine Zeit lang, die Welt würde untergehen, wenn die Wände der Kirche für die Päpste nicht mehr ausreichen würden. In der Kirche konnten wir zu fröhlichem italienischen Tanz und Gesang mitwippen und uns an der schönen Atmosphäre erfreuen. Die nächste Station unserer Tour war das Pantheon, dessen gewaltige Kuppel uns in den Bann zog. Besonders interessant ist, dass sich in der Kuppel ein großes Loch befindet, durch welches der Regen aber durch die warme, aufsteigende Luft zurückgehalten wird. Nach dem Pantheon führte uns unsere Reise zum Piazza Navona, auf dem gerade ein Sportwettbewerb die Massen begeisterte. Auch wir schauten den Sportlern ein wenig zu, ehe wir dann nochmal zur ,,Schreibmaschine“ gingen, um die fabelhafte Aussicht über ganz Rom zu genießen.

Nach dem Abendessen hatten wir wieder ,,Freigang“.

Der Montag stand für uns ganz im Zeichen des Vatikans. Wir passierten den Friedensaltar und die Engelsburg, bis auf einmal der prachtvolle Petersdom vor uns auftauchte. Sich dem Petersdom zu näheren, war schon echt ein erbauendes und berührendes Gefühl. Nach seiner Besichtigung waren wir voller Bewunderung. Interessant zu sehen, waren die Bühne für den Papst und Bestuhlung auf dem Petersplatz. Am Vortag hat dort nämlich eine Heiligsprechung stattgefunden.

Die Vatikanischen Museen besichtigten wir nach einer kleinen Mittagspause. Leider konnten wir den Besuch dort nicht so ganz genießen, aufgrund der Menschenmassen, die einem das Verweilen an einem Kunstwerk unmöglich machten. Überall wurde man einfach nur so hindurchgeschleust. Besonders schade war dies in der Sixtinischen Kapelle, so blieb einem eine längere Bewunderung der zahlreichen Fresken Michelangelos verwehrt.

Unseren letzten Abend verbrachten wir im Circus Maximus mit Ballspielen und netten Unterhaltungen. An diesem Tag durften wir bis 23:30 Uhr das nächtliche Rom durchstreifen. An unserem letzten Tag stand die Besichtigung der Santa Maria Maggiore auf dem Programm, wieder mal eine der architektonisch beeindruckenden Kirchen. Danach bekamen wir Freizeit, um letzte Mitbringsel zu erwerben oder die Diokletians-Thermen zu besuchen.

Unser Rückflug fand dann wie geplant statt und wir landeten nach fünf ereignisreichen Tagen in Deutschland.

Fazit: Rom ist wirklich mehr als eine Reise wert. Es gibt so viele kulturelle Highlights zu bestaunen, wobei uns Rom bei Nacht besser gefallen, weil die Straßen einfach leerer sind und man den ganzen Dreck der Metropole nicht so wahrnimmt.

Besonders hervorzuheben ist, dass wir in der Gruppe immer eine tolle, ausgelassene Stimmung hatten, was nicht zuletzt auch unseren beiden Begleiterinnen Frau Ahlrichs und Frau Giese zu verdanken ist, die sehr lustig und locker waren.

Frau Ahlrichs möchten wir auf diesem Wege nochmal einen Dank für ihre exzellente Reiseleitung und die fachkundigen Erklärungen vor den Sehenswürdigkeiten aussprechen.

Text/ Bilder: Patricia Wefers

Christian Weier