Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

Die Kontraste könnten nicht größer sein! - Chinaaustausch 2018

Vom 04.06.2018

China ist ein wahnsinnig großes Land; und zwei Wochen sind viel zu kurz, um Geschichte, Kultur und Landschaft in sich aufzunehmen und zu erfahren.

Zwei Wochen sind jedoch auch eine lange Zeit, um einen Einblick zu gewinnen in das Leben der Menschen, die heute in China leben, und einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Die Kontraste könnten nicht größer sein! Zwischen Olympiagelände und Sommerpalast, zwischen riesigen Einkaufszentren und der Verbotenen Stadt findet das Leben der Bewohner Pekings, Beijings, in kleinen Gassen und auf Straßenmärkten statt. In den Parks spielen die älteren Menschen Karten und Schach, abends sind die Straßen belebt von Musik und Tanz.

All das und vieles mehr durften wir in den ersten Tagen unserer Reise in Peking miterleben und haben dabei die Herzlichkeit der Menschen hier erfahren, die immer ein Lächeln für die komischen Langnasen (uns) übrig haben. Gerne wird auch ein Foto gemacht. Fast sind wir eine größere Attraktion für die chinesischen Touristen als die eigentlichen Sehenswürdigkeiten.

Nach drei anstrengenden, aber sehr schönen Tagen in der Hauptstadt ging es dann mit dem Zug nach Wuhan, einer Großstadt, etwa 1000 km südlich von Peking, mit etwa 11 Millionen Einwohnern (Tendenz steigend). Wuhan ist die Hauptstadt der Provinz Hubei und wird von dem Jangtse Fluss geteilt. Vom Zug wurden wir von zwei sehr freundlichen Lehrerinnen der Wuhan Middle School abgeholt und zur Schule begleitet, wo wir auch gleich unsere Austauschpartner kennen lernen durften. Für einige von uns ging es dann mit den Familien nach Hause, während andere mit ihren Partnern den Unterricht besuchten.

In den Gastfamilien wurden wir herzlich empfangen und konnten von Anfang an viele sehr interessante Erfahrungen sammeln. Natürlich ist nicht immer alles traumhaft gelaufen. Die Toiletten (meist ein Loch im Boden) waren für uns am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig oder die Tatsache, dass es in den meisten chinesischen Wohnungen sehr kalt war.

Wenn es um Essen geht, so lautet das Motto wohl, Augen zu und am besten erst später nachfragen, was man da eigentlich gegessen hat, zumindest wenn es um einige Fleischsorten geht. Abgesehen von Entenfüßen, ganzen Fischen, Schildkröten und den Tischmanieren einiger Chinesen waren wir hellauf begeistert von der großen Auswahl an wirklich köstlichen Speisen!

Tagsüber haben wir dann verschiedene Ausflüge gemacht, unter anderem zum Yellow Crane Tower, einer der vier bekannten Türme in China, zum Buddhistischen Tempel in Wuhan und zum Wuhan Provinz Museum. Außerdem hatten wir die Ehre, in Tai Chi und Chinese Painting Unterricht zu bekommen.

Am Wochenende haben wir einen Ausflug zum Drei Schluchten Staudamm gemacht. Leider ist das ganze sehr ins Wasser gefallen, allerdings von oben. Daher war die Aussicht beschränkt gut, ebenso wie unsere Laune. Ansonsten hatten wir zwei Wochen lang viel Glück mit dem Wetter. Viel Sonne, wenig Smog und vor allem in der zweiten Woche hochsommerliche Temperaturen.

Am Ende verließen wir China mit gemischten Gefühlen. Die meisten von uns hätten wohl gerne mehr Zeit im Land der Mitte verbracht. Jedoch freuten wir uns auch auf unsere eigenen Betten und Familien, vielleicht eine Mahlzeit ohne Reis als Beilage und ein erholsames Wochenende.

Text: Manisha Rosin, Kim Peters
Bilder: E. Ahlrichs

Bernd Spira