Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

Austausch nach Lucca vom 12.-19.10.2017

Vom 07.11.2017

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Am Donnerstag, den 12.10. startete für uns 23 Schüler eine erlebnisreiche Reise nach Lucca in die Toskana.
Obwohl wir uns schon um 4 Uhr morgens auf den Weg zum Flughafen Köln/Bonn machen mussten, erreichten wir diesen zwar ein wenig müde aber dennoch waren wir voller Energie und Vorfreude auf unseren Aufenthalt in Italien.

Nach einem 1 ½ stündigen Flug nach Pisa und einer kurzweiligen Busfahrt, die von wachsender Aufregung begleitet war, trafen wir schließlich in Lucca ein, wo uns schon vier Austauschpartner und ihre Deutschlehrerin warmherzig in Empfang nahmen. Sie führten uns durch die Stadt. Besonders beeindruckt waren wir von dem Piazza dell’anfiteatro, einem antiken Amphitheater, das heute noch gut zu erkennen ist. Die Ruinen des Theaters dienten als Grundsteine für den jetzt dort stehenden Häuserkranz. Nicht nur das Amphitheater hat sich als eine herausragende Sehenswürdigkeit etabliert, sondern auch die vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem Mittelalter.

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Um 13:00h war es dann schließlich soweit: Wir trafen auf alle Austauschpartner, die sich uns wirklich überaus sympathisch und offen gegenüber zeigten. Schnell war die anfängliche Scheu und Zier verflogen und wir machten uns jeder auf den Weg zu den Häusern/Wohnungen der Italiener, um dort ein exquisites Mittagessen zu genießen. Danach gingen die meisten Italiener mit uns durch Lucca, um uns in die beste Eisdiele der Stadt einzuladen. Die Sonne lachte bei angenehmen 25 Grad in der Mittagszeit.
Abends blickten wir auf angeleuchtete Kirchen und beschauliche Gassen.

Freitag: Am Freitag fuhren wir gemeinsam mit den Italienern und Lehrern nach Vinci. Dieser Ausflug stand ganz im Zeichen Leonardo da Vincis, weil er dort geboren worden war. So nahmen wir an einer Führung durch die Vinciani Museen teil und kamen in Berührung mit Leonardos Forschungen über bestimmte Geräte oder die Anatomie des Menschen. Um unsere durch die Führung gewonnenen Eindrücke zu festigen, wanderten wir durch einen Olivenhain zu dem Geburtshaus des großen Künstlers.

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Am späteren Nachmittag begaben wir uns mittels Reisebus nach San Miniato. Zuerst führte uns der Weg in den romanischen Dom, von dessen Domplatz wir ein atemberaubendes Panorama über die Umgebung genießen konnten. Diesen Ausblick konnte nur noch der dortige Turm übertreffen, zu dem wir später hinaufstiegen. Von vielen kulturellen Eindrücken geprägt, trafen wir schließlich abends in Lucca ein, wo wir von unseren Gastfamilien auf beste kulinarische Versorgung hoffen konnten.

Samstag: Der Samstagmorgen begann für uns wider erwartend nicht mit Ausschlafen, sondern mit Schule…! An den meisten Schulen in Italien ist es üblich, dass der Unterricht auch samstags stattfindet, weil eine gewisse Anzahl an Stunden erreicht werden muss und der Unterricht nur bis mittags praktiziert werden darf, aufgrund des heißen Wetters, das den Schülern keine Vorteile beim Lernen verschaffen würde.
Jedenfalls besuchten wir in Kleingruppen verschiedene Unterrichtsstunden, in denen wir sehr interessiert von Lehrern und Schülern über Wuppertal und Deutschland interviewt wurden. Anschließend hielten die Italiener einige Vorträge über Highlights in Lucca, wie beispielsweise eine alljährliche Comic-Messe oder ein Musikfestival. Abends ließen wir den gelungenen Tag gemeinsam in einem Restaurant ausklingen.

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Sonntag: Am Sonntag erwartete uns ein Ausflug, nach dem wir uns schon so lange gesehnt hatten. Wir machten uns auf den Weg nach Viareggio, um das warme Wetter am Strand so richtig genießen zu können. Dort bot sich uns die Gelegenheit, im Meer baden zu gehen oder sich einfach nur zu sonnen. Wir kamen aber auch auf die originelle Idee, zwei Jungen aus unserer Truppe in Meerjungfrauen zu verwandeln. Dazu buddelten wir sie im Sand ein und formten daraus einen Fischschwanz. Allerdings passierten nicht nur schöne Dinge… Ein Junge aus unserer Gruppe ist im Wasser unglücklicherweise auf ein Petermännchen getreten. Die Verletzung stellte sich jedoch nicht als allzu dramatisch heraus. Am Abend ging es dann wieder zurück nach Lucca.

Montag: Am Montag ging es für uns, ohne unsere italienischen Austauschpartner, mit dem Zug nach Pisa. Freudig marschierten wir durch die Stadt und hörten uns dabei kleine Vorträge über bestimmte Bauten an, die von uns selber vorbereitet wurden. Dann erblickten wir das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt, den schiefen Turm von Pisa. Wie jeder Tourist bemühten auch wir uns um möglichst coole Fotos, die uns dabei zeigten, wie wir den Turm umstoßen oder auffangen. Wir klapperten allerhand Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Baptisterium und den Dom ab. Ehe wir uns auf den Rückweg begaben, gingen wir noch ausgiebig shoppen.

Dienstag: Der Ausflug nach Florenz stand bevor und wir alle waren ganz erpicht darauf, die bekannte Stadt endlich kennenzulernen. Wir begaben uns zu einer Aussichtsplattform, um von dort einen phänomenalen Blick über die Stadt haben zu können. Wir bummelten danach durch die Fußgängerzone, vorbei an schönen Kirchen und dem prunkvollen Dom. Am Abend ging es dann wieder zurück nach Lucca.

Mittwoch: Unseren letzten Tag verbrachten wir mit einer Führung durch Lucca, die mit vielen Vorträgen unsererseits umrahmt war. Wir erfuhren allerhand Besonderheiten über die von uns liebgewonnene Stadt, z.B., dass diese als „Stadt der 100 Kirchen“ gehandelt wird, obwohl sich tatsächlich „nur“ 99 Kirchen dort befinden. Das Highlight war aber ganz bestimmt der Aufstieg auf den „Torre Guinigi“, einen Turm in der Altstadt, weil wir von dort oben ganz Lucca bewundern konnten. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern. Am Abend war es dann leider schon so weit und eine Abschiedsparty stieg, auf der viel gelacht, aber auch viele Tränen vergossen wurden.

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Donnerstag: Der Tag der Abreise war gekommen und wir mussten uns schon sehr früh morgens von unseren Austauschpartnern, mit denen wir uns über die Zeit schon richtig gut angefreundet hatten, verabschieden. Für Viele war es ein sehr tränenreicher Abschied. Wohingegen andere im Hinterkopf hatten, dass wir uns im nächsten Jahr nach den Osterferien auf jeden Fall wiedersehen werden.
Um 10:30h landeten wir schließlich in Köln/Bonn, wo uns ein großer Bahnhof, bestehend aus Eltern, empfing.

Abschließend lässt sich wirklich sagen- und ich glaube ich spreche allen Teilnehmern aus der Seele, dass dieser Austausch wirklich eine tolle Erfahrung war/ist, die wir auf keinen Fall missen möchten. Es sind viele Freundschaften entstanden, die gewiss Potential haben, lange zu halten. Denn mehrere von uns sind von den Italienern eingeladen worden, sie in den nächsten Sommerferien zu besuchen. Wir haben eine Kultur kennengelernt, die uns noch einmal andere Werte, wie z.B. die Wichtigkeit der Familie, nähergebracht hat. Besonders zu schätzen gelernt haben wir ihre lebhafte Art und grenzenlose Gastfreundschaft.

Im Namen aller kann ich diesen Austausch wärmstens empfehlen!

Text: Patricia Wefers
Bilder: T. Potthast


Bernd Spira