Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

Deutsch-französischer Schüleraustausch

Vom 22.03.2017

Gruppenbild
Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen, die im Rahmen des deutsch-französischen Schüleraustauschs im März die Partnerschule in Renaison (Loire) besuchten, kehrten nach 8 Tagen mit vielen Eindrucken und mit Geschenken gefüllten Koffern nach Wuppertal zurück.

Auf den zahlreichen von frühlingshaften Temperaturen begleiteten Exkursionen erfuhren sie bei einem Rundgang in Lyon, was man unter der Kunst der Streetart versteht, bei einem 3-Gänge-Menü, wieso in dieser Stadt die Küche mit Recht ihren guten Ruf genießt, warum im Oberlauf der Loire ein Stausee - le lac de Villerest - das früher wilde, aber auch gefährliche Loiretal in seiner Struktur total verändert hat, bzw. dass Roanne ein einzigartiges Theater im italienischen Stil besitzt.

Lyon Bouchon
Die ganze Woche stand unter dem Oberthema „Medien“. In Lyon lernten die Schüler nicht nur, wie die ersten Filmkameras dank der Entdeckung der Brüder Lumière entstanden sind, sondern bei einem Workshop auch, wie der Zusammenschnitt von Filmsequenzen die Aussage des Films total verändern und dadurch der Film zu Propagandazwecken schnell missbraucht werden kann.

Streetart
Gemeinsam mit ihren französischen Partnerschülern gestalteten die Schüler in mehreren Gruppen im Collège eine Titelseite für eine Zeitung. Dabei ließen sie ihrer Fantasie freien Lauf, indem sie z.B. berichteten, dass Helene Fischer in die Saône gefallen sei, oder ein Dieb die wertvolle astronomische Uhr aus der Kathedrale von Lyon gestohlen und durch die Straßen der Altstadt abtransportiert habe.

Loire
Beim Abschied führten die Schüler vor, was sie beim Besuch der 15 km entfernten Stadt Roanne erarbeitet hatten. Die Präsentation konnte sogar mediengerecht gestaltet werden, denn unter anderem führten sie über den Bildschirm in der Eingangshalle einen selbstgedrehten und -geschnittenen Film vor, der viele lustige Effekte enthielt, die das begeisterte Publikum aus Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitung erheiterten.

Kamera Brüder Lumière
Die Deutschlehrerin, Madame Rizan, vom Collège, die das vielseitige Programm vorbereitet hatte, dankte in diesem Rahmen allen, die sich am Austausch beteiligt hatten. Ein wenig wehmütig war ihr dabei aber doch zumute, denn für sie war dieser Austausch wohl der letzte, der sprachlich so erfolgreich und intensiv durchgeführt werden konnte. Denn auf Grund der Reformen im französischen Schulsystem werden die Schüler kommender Schuljahre viel weniger Deutschkenntnisse besitzen, weil der Deutschunterricht von fünf auf zweieinhalb wöchentliche Unterrichtsstunden gekürzt wurde und Deutsch außerdem auch noch ein Schuljahr weniger unterrichtet wird.

Titelseite
Nebenbei bemerkt wurde auch der Nachhaltigkeit bei diesem Austausch in großem Umfang Rechnung getragen, denn an Stelle der An- und Abreise im Reisebus wurde in diesem Jahr vollständig die Eisenbahn dank ICE und TGV grenzüberschreitend als Verkehrsmittel genutzt, wodurch zwei Leerfahrten von etwa je 800 km entfielen. Der Dank gilt der ausnahmslos netten Schülergruppe, die hierfür mehrfaches Umsteigen in Kauf nahm, aber immer pünktlich am Zielort ankam.

Text / Bilder: A. Greven

Alexander Greven