Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

GymBay gegen Theaterschließung

Vom 20.01.2010

Logo der Wuppertaler Bühnen

Seit Tagen wird im Kollegium und in den Klassen aufgeregt diskutiert: Die Stadt plant 2012 die Schließung des Theaters, nun formiert sich eine Koalition der Kulturinteressierten aus Eltern, Schülern und Lehrern, die ihren Unmut deutlich zum Ausdruck bringen. „Wir konnten in den letzten Jahren viele unserer Schüler mit besonderen Aktionen an das Theater heranführen“, betont Deutsch- und Literaturlehrerin Doris Dopf. „Im letzten Jahr hat z.B. eine achte Klasse Bühnenbilder für das aktuelle Stück An der Arche um Acht entworfen, nachdem sie den Wettbewerb zu Mozarts Zauberflöte gewonnen hatte.“ Schulleiter Detlef Appenzeller weist darauf hin, dass „gymnasiale Bildung ohne Theater für uns unvorstellbar ist. Theater ist Bildung!“ „Eindeutig das falsche Signal“, fasst Joachim Fries, langjähriger Leiter der Theater-AG unserer Schule, zusammen. „Das werden wir nicht akzeptieren!“ und Appenzeller ergänzt mit einem Brecht-Zitat: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Schüler, Eltern und Lehrer unterstützen deshalb den Aktionstag „Die 24h von Wuppertal“, der am 29. und 30. Januar stattfand. Einen ganzen Tag lang haben 200 Schauspieler, Sänger, Marionetten, Tänzer, Musiker, Bands, Chöre aus Wuppertal und ganz NRW auf der Bühne des Kleinen Schauspielhauses Präsenz zeigen und ihrem Ärger Luft gemacht – 24 Stunden lang. Am 30.1.2010 um 16.00 versammelten sich dann alle zur großen Kundgebung am Schauspielhaus.
Die Wuppertaler Gymnasien haben sich den Vorbereitungen angeschlossen. Sie wollen sich ihr Theater nicht einfach wegnehmen lassen und am Aktionstag darauf hinweisen, wie wichtig ihnen Kunst und Kultur ist – deshalb waren auch wir dabei!

Rolf Sobolewski